Wolfgang Hegewald
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Wolfgang Hegewald

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Wolfgang Hegewald

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Mein herzlicher Dank gilt Jovica Veljovic für die Schrift Agmena und Roman Pawlowski für das Foto.

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Biographie

Wolfgang Hegewald

Vita:

Geboren am 26. März 1952 in Dresden – Klotzsche. Studium der Informationsverarbeitung und Evangelischen Theologie in Dresden und Leipzig. Arbeit als Friedhofsgärtner und in der Industrie. Am 24. September 1983 Ausreise aus der DDR. 1983 – 1993 freier Autor in Winsen / Luhe, Hamburg, Rom, Garbsen, Loccum und Bremerhaven. Seit dem 10. Juli 1988 verheiratet mit Ulrike Greve – Hegewald. 1993 – 1996 Leiter des „Studio Literatur und Theater“ an der Universität Tübingen. Seit 1996 Professor für Poetik, Rhetorik und Creative Writing am Department Design der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg. Erfindung des Italo Svevo Preises im Jahr 2000, seither Vorsitzender des Kuratoriums / Sprecher der Jury.

Auszeichnungen / Preise:

Preis der Kärntner Industrie beim Ingeborg – Bachmann – Wettbewerb Klagenfurt 1984
Hamburger Literaturpreis für Kurzprosa 1984
Rom – Preis Deutsche Akademie Villa Massimo 1987
Fellow German Marshall Fund Washington DC 1989
Ernst –Reuter Preis, Kategorie Hörspiel (mit Helga M. Novak) 1990
Stipendiat des Deutschen Literaturfonds Darmstadt 1986 / 1994 / 1996
Stipendiat Künstlerhaus Kloster Cismar 1992
Mitglied des PEN Zentrum Deutschland (zuletzt Vizepräsident) 1989 – 1996.
Wiederaufnahme der Mitgliedschaft 2014
Ordentliches Mitglied der Freien Akademie der Künste Hamburg seit 2006. Seit 2011 Leiter der Sektion Literatur
Jurymitglied „Hörspiel des Monats / Hörspiel des Jahres“ der Akademie der Darstellenden Künste Darmstadt 2014

Litfass

1. Oktober 2016


Werkstatt der Wörtlichkeit

Gegenständliches Schreiben

1
Deine Zeit ist jetzt PROGRAMM 2017
76
4-Tage-Seminar,
März 2017
Termine
Donnerstag, 02.03.2017 bis
Sonntag, 05.03.2017
10 Uhr bis 17 Uhr
Seminargebühr: EUR 380.-
Teilnehmer
Maximal 10 Teilnehmer
Alle Altersstufen,
Seminarsprache
Deutsch
Prof. Wolfgang Hegewald
17-hegeW Schreibseminar
Die Dinge zum Sprechen bringen
Das Seminar versteht sich als praktische Einübung
in ein gegenständliches Schreiben; ein Schreiben,
das sich ganz auf die Anschauung der Dinge
verlässt, auf eine geduldige Betrachtung, der die
Welt zur Ansichtssache wird. Statt für Handlung,
Plot, Erzählabsicht interessiert sich diese Art des
Schreibens radikal für die Möglichkeiten der
Wahrnehmung, die präzise zur Sprache gebracht
werden wollen. Das Seminar setzt seinen Akzent
auf die Kulturtechnik des Schreibens, das Handwerk
des Satzbaues und spielerische Erkundungen
der Repertoires.
Das Schreibseminar richtet sich an alle, ob
Anfänger oder Fortgeschrittene, die Vergnügen
am Schreiben und Lust am Sprachspiel haben
und ihr Formbewusstsein im Erzählerischen
erweitern möchten. Ausdrücklich behandelt
das Seminar erzählerische Ausdrucksformen,
Prosaskizzen, nicht das Gedicht.
Wolfgang Hegewald
Vita
• 1952 in Dresden geboren
• Studium der Informationsverarbeitung
und der Evangelischen Theologie
• Schriftsteller und Hochschullehrer
• 1993–1996 Leiter des „Studio Literatur
und Theater“ an der Universität Tübingen
• Seit 1996 Professor für Poetik, Rhetorik
und Creative Writing am Department
Design der Hochschule für Angewandte
Wissenschaften Hamburg
• Veröffentlichte Romane, Erzählungen,
Essays und Hörspiele, zuletzt: Herz in
Sicht, Roman
• Lebt in Hamburg
158
Akademie der Bildenden Künste
An der Alten Spinnerei Kolbermoor GmbH
An der Alten Spinnerei 2
83059 Kolbermoor
Telefon: 08031/39 11 06-0
E-Mail: info@adbk-kolbermoor.de
Internet: www.adbk-kolbermoor.de

2. November 2016


Literatur und Religion: Lesung und Disput

Ringvorlesung Uni Hamburg

Ringvorlesung Universität Hamburg
„So offen die Welt“ – Literatur und Religion
Wolfgang Hegewald liest aus den Romanen „Fegefeuernachmittag“ und „Herz in Sicht“ und disputiert mit Erdmut Wizisla
2. November 2016, 18.30 Uhr

Ausschnitt aus dem Plakat zur Reihe. © Holger Matthies

SO OFFEN DIE WELT !
Ringvorlesung Literatur und Religion
26. Oktober bis 7. Dezember 2016
Veranstaltungsort: Universität Hamburg, Edmund-Siemers-Allee 1, Hörsaal C
Eintritt frei

Am 26.10. beginnt unter dem Motto „So offen die Welt!“ an der Universität Hamburg eine Lesungs- und Gesprächsreihe mit renommierten deutschsprachigen Autorinnen und Autoren zum Thema „Literatur und Theologie“ 
Gerade in jüngerer Zeit gibt es eine neue Offenheit der Gegenwartsliteratur für Dimensionen und Facetten des Religiösen. Entsprechend ist auch im theologischen Diskurs eine vermehrte Bezugnahme auf literarische Texte zu beobachten. Anlass genug also, um in einen Dialog zu treten und gemeinsam auf die Suche zu gehen – aber durchaus auch ein Experiment mit offenem Ausgang! 
Das Institut für Katholische Theologie hat dazu sehr unterschiedliche Schriftstellerinnen und Schriftsteller eingeladen, um zu entdecken, was diese der Theologie zu sagen haben. Sie werden aus ihren Werke lesen und mit ausgewählten Gesprächspartnern sowie Teilnehmerinnen und Teilnehmern diskutieren. 
Erster Gast ist die amerikanisch-österreichische Lyrikerin und Erzählerin Ann Cotten, es folgen: Wolfgang Hegelwald (2.11.), Sandra Weihs (9.11.), Feridun Zaimoglu (16.11.), Pauline de Bok (23.11.), Arnold Stadler (30.11.) und Andreas Maier (7.12.)
Die Reihe ist eine Kooperation der Freien Akademie der Künste in Hamburg mit den Instituten für Katholische Theologie der Universitäten Hamburg und Flensburg und der Fakultät für Erziehungswissenschaft / Arbeitsbereich Religionspädagogik der Universität Hamburg.
26. Oktober 2016
Ann Cotten wurde 1982 in Iowa geboren und wuchs seit ihrem fünften Lebensjahr in Wien auf. Die Lyrikerin studierte Germanistik, trat als Dichterin erstmalig auf Poetry Slams in Erscheinung und lebt heute in Berlin und Wien. Zuletzt wurde sie mit dem Klopstock-Preis und dem Ernst-Bloch-Förderpreis ausgezeichnet. Spielerisch springt sie zwischen der englischen und deutschen Sprache, kombiniert kunstvoll, übersetzt sich selbst und andere. Zuletzt erschienen ist ihr Versepos „Verbannt!“ (Edition Suhrkamp 2016).
Gesprächspartnerin: Nathalie Dickscheid, Fachbereich Erziehungswissenschaften/Arbeitsbereich Religionspädagogik, Universität Hamburg, studiert Performance Studies, Forschungsschwerpunkt: Theologie und Theater.
2. November 2016
Wolfgang Hegewald, 1952 in Dresden geboren, studierte Evangelische Theologie und Informatik. Er arbeitete u.a. als Friedhofsgärtner, bis er 1983 aus der DDR nach Hamburg emigrierte, um seine schriftstellerischen Arbeiten publizieren zu können. Von da an lebte er als freier Autor, u.a. in Hamburg, Rom und Bremerhaven. Er war Leiter des „Studio Literatur und Theater“ an der Universität Tübingen und ist seit 1996 Professor für Poetik, Rhetorik und Creative Writing der HAW Hamburg. Seit 2011 ist er Leiter der Sektion Literatur der Akademie der Künste Hamburg. Zuletzt erschienen: Herz in Sicht (Matthes & Seitz 2014)
Gesprächspartner: Dr. Erdmut Wizisla, Akademie der Künste Berlin, Autor, Literaturwissenschaftler und Honorarprofessor der Humboldt-Universität zu Berlin.
9. November 2016
Sandra Weihs wurde 1983 in Klagenfurt geboren und studierte Soziale Arbeit in Wien. Heute lebt sie in Oberösterreich, wo sie mit Jugendlichen und Familien in prekären Verhältnissen arbeitete. Von dieser Erfahrung lebt auch ihr Debutroman „Das grenzenlose Und“ (Frankfurter Verlagsanstalt 2016) für den sie mit dem Literaturförderpreis der Jürgen Ponto-Stiftung. ausgezeichnet wurde.
Gesprächspartner: Gerrit Spallek, Institut für Kath. Theologie, Universität Hamburg, Redaktionsmitglied des theologischen Onlinefeuilletons feinschwarz.net
16. November 2016
Feridun Zaimoglu wurde 1964 im anatolischen Bolu geboren und verbrachte die ersten zwei Jahrzehnte seines Lebens in München, Berlin und Bonn. Seither lebt er in Kiel, studierte dort Kunst und Humanmedizin. Er ist Schriftsteller, Autor von Theaterstücken und Drehbüchern, bildender Künstler, Kurator und Journalist. Als Vertreter der Zivilgesellschaft nahm er an der ersten deutschen Islamkonferenz teil. Er lehrte an der Freien Universität Berlin sowie der Universität Tübingen und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter: Grimmelshausen-Preis (2007) und Jakob-Wassermann-Literaturpreis (2010). Zuletzt erschienen: Siebentürmeviertel (Kiepenheuer & Witsch 2015)
Gesprächspartner: Dr. Marcello Neri, Institut für Kath. Theologie, Europa-Universität Flensburg, Theologe und Journalist, Redakteur der katholisch-kulturellen Zeitschrift „Il Regno“
23.November 2016
Pauline de Bok wurde 1956 geboren und studierte Theologie, Philosophie und Germanistik. In Amsterdam arbeitet sie als Autorin, Journalistin und Übersetzerin. Für ihren Debutroman wurde ihr 2006 der Annalise-Wagner-Preis verliehen. Ihr letzter Roman auf Deutsch Blankow oder Das Verlangen nach Heimat erschien 2009 (weissbooks / Insel Taschenbuch 2011).
Gesprächspartnerin: Prof. Dr. Christine Büchner, Leiterin des Instituts für Kath. Theologie an der Universität Hamburg
30. November 2016
Arnold Stadler wurde 1954 in Meßkirch geboren und wuchs auf einem Bauernhof im Nachbardorf Rast auf, wo er heute wieder überwiegend lebt. Er studierte katholische Theologie in München und Rom, wollte Priester werden, studierte anschließend jedoch Germanistik in Freiburg und Köln, promovierte und wurde Schriftsteller. Später folgte die Verleihung der Ehrendoktorwürde der Freien Universität Berlin. Neben zahlreichen Preisen erhielt er 1999, zehn Jahre nach Erscheinen seines Romandebuts, den Georg-Büchner-Preis. Zuletzt erschienen: Rauschzeit (S. Fischer 2016)
Gesprächspartnerin: Prof. Dr. Christine Büchner, Leiterin des Instituts für Kath. Theologie an der Universität Hamburg
7. Dezember 2016
Andreas Maier wurde 1967 im hessischen Bad Nauheim geboren. Er studierte Altphilologie, Germanistik und Philosophie in Frankfurt am Main, wurde im Bereich Germanistik promoviert und ist Kolumnist der Literaturzeitschrift „Volltext“. Für sein Werk wurde er vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem aspekte-Literaturpreis des ZDF, dem Vila-Massimo-Stipendium und dem Wilhelm-Raabe-Literaturpreis. Heute lebt er in Hamburg. Zuletzt erschienen: Der Kreis (2016), der fünfte Roman seines elfbändigen Zyklus „Ortsumgehung“, der sich, ausgehend von einer kleinen Stadt in der hessischen Provinz Wetterau, immer mehr den großen Menschheitsthemen stellt: Ich-sein, Herkunft, Liebe, Kunst, Zivilisation, Vergänglichkeit.
Gesprächspartner: Dr. Ulrich Greiner, Freie Akademie der Künste Hamburg, Autor, Journalist und Literaturkritiker, langjähriger Feuilletonchef der ZEIT

5.10.2015


Literatur als Kunst. Literatur als Kunst?

Disput in der Akademie

Die Akademie betrachtet es laut Satzung als eine ihrer Aufgaben, einem interessierten Publikum die Eigenart und Notwendigkeit künstlerischen Schaffens vor Augen zu führen und die ästhetische Debatte durch Vorträge und Gespräche zu befördern.
Meine kleine Gesprächsreihe – konzipiert sind zwei Veranstaltungen mit je zwei Gästen – knüpft an diese Tradition an: Disput in der Akademie (DidA).
Literatur als Kunst – was auf den ersten Blick als eine Tautologie erscheint, verliert bei genauerem Hinsehen seine robuste Selbstverständlichkeit. Wer Gesprächen über Lektüren zuhört, wer Rezensionen liest, wird rasch bemerken, dass die Literatur mit allem Möglichen beauftragt und beladen ist: stimmiger plot und street credibility, Welthaltigkeit und moralische, philosophische oder politische Maßstäbe. Die Zwänge der Aufmerksamkeitsökonomie und der „Terror der Aktualität“ (Jean Amery) sind zwei mächtige Agenten, nicht nur im Literaturbetrieb, sondern auch in der Literatur selbst.
Literatur als Kunst? Was heißt das, unter den Bedingungen von Zeitgeschichte und Zeitgenossenschaft? Ist dieser Anspruch ganz in die Lyrik ausgewandert, deren Vitalität und Selbstbewußtsein viel gelobt werden und die dennoch ein Nischendasein fristet? Wie verhält es sich mit dem Roman auf dem Literaturweltmarkt, zwischen dem „kommerziellen Realismus“ (James Wood) und einem von jedem Satz beglaubigten Sprachkunstwerk, wie es Joseph Conrad postulierte? Wovon reden wir, wenn wir vom Kunstcharakter der Literatur reden? Unterliegen die Begriffe Kunst und Literatur einem Strukturwandel, nicht zuletzt durch die Omnipräsenz des Digitalen? Literatur als Kunst – hängt unser Herz auf eine neue Weise an dem Zauberwort, das die Lieder weckt, die in allen Dingen schlafen? Und was könnte das bedeuten? Wann und warum unterhält uns ein Text gut, in dem Doppelsinn, der den existentiell notwendigen Lebensunterhalt einschließt?

Diesen Fragen möchte ich als Moderator und Gastgeber an zwei Abenden im Disput mit je zwei Gästen nachsinnen. Je ein Schriftsteller und ein Kritiker / Literaturgelehrter. Jede und jeder zum Disput Eingeladene soll seine Position zum Thema in einem Statement von ca. 15 Minuten vorstellen; die Form dieses Vortrags ist offen: Prosafragment, Kurzessay, Thesenreihe, fiktiver Dialog…
Dann beginnt das Gespräch.

Montag, 30. November 2015, 19 Uhr
Auftaktveranstaltung der Reihe
Literatur als Kunst. Literatur als Kunst?
OLGA MARTYNOVA und INSA WILKE im Gespräch mit
Wolfgang Hegewald
Eintritt: 10,- / erm. 8,-
Die Reihe wird unterstützt durch die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius
http://www.akademie-der-kuenste.de/2015/301115.html

Montag, 7. Dezember 2015, 19 Uhr
Im Rahmen der Reihe
Literatur als Kunst. Literatur als Kunst?
FELICITAS HOPPE und LOTHAR MÜLLER disputieren mit
Wolfgang Hegewald
Eintritt: 10,- / erm. 8,-
Die Reihe wird unterstützt durch die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius
http://www.akademie-der-kuenste.de/2015/071215.html

5.10.2015


Schreibseminar

An der Akademie der Bildenden Künste an der alten Spinnerei

Wie gelingt es mir, eine Erfahrung, einen Augenblick, eine Erinnerung angemessen zur Sprache zu bringen? Welche Wege führen von einem Einfall zum Wortlaut einer Geschichte? Erzählen ist eine Kulturtechnik, wie Zeichnen oder Malen auch, und jeder Kulturtechnik liegt ein handwerkliches Repertoire zugrunde. Genau dies will der Workshop fördern: eine spielerische Einübung in das Handwerk des Erzählens, in eine eigene Schreibpraxis. Das Seminar richtet sich an alle, ob Anfänger im Schreiben oder Fortgeschrittene, die Vergnügen
am Satzbau und Lust am Sprachspiel haben und gern ihr Formbewusstsein im Erzählerischen erweitern möchten. Ausdrücklich behandelt das Seminar erzählerische Ausdrucksformen, Prosaskizzen, nicht das Gedicht.

4-Tage-Seminar,
März 2016

Termine
Dienstag, 01.03.2016 bis
Freitag, 04.03.2016
10 Uhr bis 17 Uhr

Seminargebühr: EUR 240.-

Teilnehmer
Maximal 10 Teilnehmer
Alle Altersstufen, Neueinsteiger
und Fortgeschrittene

Seminarsprache
Deutsch

Akademie der Bildenden Künste
An der Alten Spinnerei Kolbermoor GmbH
An der Alten Spinnerei 2
83059 Kolbermoor
Telefon: 08031/39 11 06-0
E-Mail: info@adbk-kolbermoor.de
Internet: www.adbk-kolbermoor.de

Bibliographie

Bücher:

Herz in Sicht
Roman, Berlin 2014
286 Seiten, geb. mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-88221-198-6

mehr

Vier Männer am Vorabend einer entscheidenden Herzoperation in einem Krankenzimmer: eine flüchtige und zufällige Erzählgemeinschaft. Alle vier blicken auf ereignisreiche Leben zurück, die sich nun in diesem Brennpunkt des Schicksals kurz berühren.Wolfgang Hegewald verwebt ihre Geschichten zu einem packenden Roman, der spielerisch, heiter und mit deutlicher Freude am Absurden die Grenzen des Lebens ertastet und die deutsch-deutsche Geschichte mit ihren Umbrüchen zu begreifen versucht. Ein prismatisch gebrochenes Satyrspiel um offene Herzen, entstehende Inseln, wunderbare Gärten und waghalsige Seefahrten.

Die eigene Geschichte
Aufzeichnungen, Berlin 2010
176 Seiten, Klappenbroschur
ISBN: 978-3-88221-544-1

mehr

»Die eigene Geschichte«, Franz Fühmann gewidmet, ist das Protokoll eines Wahrnehmungswütigen. Wolfgang Hegewald berichtet von Gelesenem, Gefundenem, Gesehenem, Geträumtem, Gedachtem. Dabei entsteht eine Collage, eine Vielstimmigkeit, die Kommentare und Geistesblitze, Meinungen und Berichte vermischt. Sie zeigt, wie sich innere und äußere Zu- und Umstände gegenseitig bedingen und durchdringen.

Fegefeuernachmittag
Kolportageroman, Berlin 2009
256 Seiten, geb. mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-88221-647-9

mehr

Hier treffen sich Sprachwitz und Erzähllust, kaleidoskopisch verwirbelt und prismatisch gebrochen hält mit Nathan Niedlich eine neue Figur Einzug in die deutsche Literatur.

In 42 Episoden erzählt Wolfgang Hegewald das Leben Nathan Niedlichs, eines deutsch-deutschen Schriftstellers, dem der erfolgreiche Durchbruch nicht gelingen will. Sprühend vor vitaler Komik schafft er es, selbst deprimierenden Episoden eine triumphierende Pointe abzugewinnen.

Zwischen liebevollen Beschreibungen absurder Alltäglichkeiten und ironischer Sicht auf die gegenwärtigen Verhältnisse erleben wir Szenen aus der Kindheit, erste literarische Versuche, literarische Freund- und Feindschaften bis hin zur Existenz Nathan Niedlichs als Religionswissenschaftler, der die Absagen der Verlage chronologisch durchnummeriert in einen Ordner abheftet. Doch N.N. lässt sich nicht unterkriegen: »beleidigt, enttäuscht, gedemütigt, denunziert, geliebt,geschätzt oder auf andere Weise unvergesslich behandelt« berichtet er in demütig amüsiertem, manchmal erbost spitzzüngigem Ton von seinem alltäglichen, vor allem literarischen Umfeld.

Mit herzlich skurrilem Humor und treffend gewitzten Sprachschöpfungen erzählt er oft scheinbar am Wesentlichen vorbei, fokussiert Beiläufiges und trifft jedoch genau dadurch umso präziser ins Schwarze. Fegefeuernachmittag ist nicht nur eine liebevoll-bissige Abrechnung, sondern auch ein vor Sprach- und Aberwitz sprühender, raffiniert konstruierter autofiktionaler Roman über deutsche Wirklichkeit in Ost und West.

Was uns ähnlich sieht
Witzwort 2004
64 Seiten, Gebunden
ISBN: 3-925899-83-9

mehr

Auf einem Deich bei Laßrönne (Niedersachsen) ereignet sich etwas Ungeheuerliches: Ein Mann fällt aus dem Rahmen, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Das haltlose Bild stammt aus Lommatzsch (Sachsen), und die Rahmengeburt heißt Peter Fortheil. Ein Phantom aus der Ostzone macht den Deich unsicher.

Ein obskures Nest
Roman, Leipzig 1997
176 Seiten, geb. mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-37800-604-1

mehr

Peter Müller, Publizist, 38 Jahre alt, mietet sich im August des Jahres 1989 für längere Zeit in einer kleinen Atelierwohnung des Klosters Loccum ein und unterschreibt den Kontrakt mit seinem Künstlernamen: Luciano Senkrecht. Er gründet eine Mitschreibzentrale, Schriftsätze, Heiratsannoncen, grammatische Dienstleistungen aller Art.
Alle Figuren des Romans sind Erfindungen des Erzählers und nicht weniger wirklich als das Kloster Loccum. Ein Roman ist kein Steckbriefkasten

Der Saalkandidat
Roman, Leipzig 1995
215 Seiten, geb. mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3378005846

mehr

Roland Hector, Lehrer für Deutsch und Latein, der sechs Jahre vor dem Mauerfall von Ost nach West hinüberwechselte, ist DER SAALKANDIDAT einer Wettshow, der die Bewohner der Nordseestadt B. entgegenfiebern. Im Publikum wird – kaum zufällig – einer sitzen, der mit bürgerlichem Namen Sigmund Wenz heißt und dem Kandidaten einst als „Franz Schubert“ nachstellte. Wenz, ehemals Virtuose in Sachen Verhör und Verfolgung, muss seine Antiquiertheit im Zeitalter des Saalkandidaten entdecken.

Eine kleine Feuermusik
Erzählung, Hildesheim 1994
63 Seiten, Gebunden
ISBN: 978-354600-078-9

mehr

„Hegewalds Bericht über ein beschädigtes Leben versucht das Rätsel de Lebens nicht zu lösen. Im Gegenteil: Er wirbt für das Rätsel, das jeder Mensch ist.“ (Aus dem Nachwort von Heinz Ludwig Arnold)

Die Zeit der Tagediebe
Roman, Hildesheim 1993
336 Seiten, geb. mit Schutzumschlag
ISBN: 978-354600-047-5

mehr

„Keiner hat den Alleinstehenden jemals beim Denken überrascht.“ Der niedergelassene Pathologe Friedrich Westerwinter legt seine auf Karteikarten notierten Aufzeichnungen wie Sektionsberichte ab. Dann geraten Leben und Alltag des Pathologen mit seinem an Todesursachen geschulten Denken in Turbulenzen, als er Badearzt in einer neu eröffneten Kurpension im Watt werden soll.

Verabredung in Rom
Erzählung, Frankfurt / M. 1988
104 Seiten, Taschenbuch
ISBN: 978-3596223619

mehr

Schauplatz Rom, vor allem eine Bank neben der Mariengrotte vor der Basilika Sant’ Agnese fuori le mura. Hier treffen sich drei ehemalige Bürger eines „unaussprechlichen“ Landes, drei zum Nomadentum konvertierte Deutsche und geraten ins Erzählen. Der Reiseschriftsteller Arnolt Bruderholz, der sein Land auf einem Surfbrett verließ. Gerlinde Schlenker, eine rothaarige Saxophonistin, und die Anästhesistin Irene Spasowicz, die ihren Ausreiseantrag mit dem Wunsch begründete, „ich möchte einmal vom süßen Ohrenschmalz der Affen kosten“. Wo denken sie hin?

Jakob Oberlin oder Die Kunst der Heimat
Roman, Frankfurt / M. 1987
271 Seiten, Taschenbuch
ISBN: 978-359622-354-1

mehr

Fluchtpunkt Friedhof, abgelegener Echoraum, hier tummeln sich Stimmen, Schemen und Schatten, hier spielt man zum Totentanz auf. Einer reist auf seinen Namen zu – Oberlin / Ohio – und erreicht ihn nicht, einer läßt sich beiläufig in ein offenes Grab fallen und horcht auf. „Herkunft, Lebensablauf – Unsinn! Aus Jüterbog oder Königsberg stammen die meisten, und in irgend einem Schwarzwald endet man seit je.“ (Gottfried Benn)

Hoffmann, Ich und Teile der näheren Umgebung
Frankfurt / M. 1985
187 Seiten, Taschenbuch
ISBN: 978-359622-344-2

mehr

Ein Ich passiert eine Grenze und zerbröselt. Etwas bleibt trotzig und traurig zurück. Etwas Anderes versucht drüben sein Glück. Ob es diesen fragmentierten Personen gelingt, sich zu verständigen und sich verständlich zu machen, steht dahin. Ein Narr redet ihnen gelegentlich hinein.

Das Gegenteil der Fotografie.
Fragmente einer empfindsamen Reise
Frankfurt / M. 1984
141 Seiten, Taschenbuch
ISBN: 978-359622-338-1

mehr

„Selten habe ich ein so kluges und originelles Buch eines literarischen Debütanten gelesen…Diese Bewusstseinsprotokolle eines Hafttages in Böhmen demonstrieren ein Denken, das sich nicht dem Diktat jener unterwirft, die „Wirklichkeit“ verwalten, das Widerstand leistet aus einer Kraft der Phantasie, die nicht nur das Meer nach Böhmen verlegen, also nur auf poetische Weise Berge versetzen kann…“ (Walter Hinck in der FAZ)